UUID Mount

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In diesem Artikel geht es darum, eine Festplatte manuell mittels UUID gezielt an bestimmten Mountpoints einzubinden.

Zum Mountpoint

Im Normalfall jedenfalls sollte, wenn man nur eine Platte am ET9x00 betreibt, egal ob es sich dabei nun um eine interne Platte
oder eine externe Platte handelt, die Platte nach /media/hdd gemountet werden -> der Mountpoint sollte also /media/hdd lauten.

Zur UUID

Die UUID kann dazu benutzt werden, um ein filesystem unabhängig davon, wie es hardwaremässig angeschlossen ist, eindeutig zu erkennen -> eine eindeutige Kennung der Platte also.
Die Vorteile der UUID kommen erst richtig zur Geltung bei mehreren angeschlossenen Platten bzw. Datenträgern und/oder mehreren Partitionen auf der/den Platte/n.

Und noch ein Hinweis:

Es ist gut möglich, dass sich die UUID nach einem erneuten Formatieren bzw. Partitionieren der Platten bzw. Datenträger wieder ändert. Ansonsten aber hält die UUID bombenfest.

Problemdarstellung

Plötzlich nach einem Neustart wird vermeintlich die Platte nicht mehr gefunden, in Wahrheit aber hat sich meist nur der Mountpoint zur Platte geändert, was
dann aber dazu führt, dass auch keine Aufnahmen mehr klappen, da die Platte eben nicht mehr nach /media/hdd gemountet wird.
Dieses Problem kann man relativ einfach lösen, indem man den Mountpoint der Platte manuell in der /etc/fstab zuweist und dann am besten gleich mittels UUID.

Voraussetzungen

Es braucht eigentlich nur eine aktive Netzwerkverbindung zum ET9x00.

Installationen

Nur bei Bedarf -> Installation des vollwertigen Programmes blkid !

Warum nur bei Bedarf ?
Nun, von Haus aus ist das busybox blkid in den Images enthalten.
Dieses blkid reicht auch aus um Platte/n per UUID in der /etc/fstab mounten zu können, aber es ist eine abgespeckte Version von blkid
und diese versteht weder irgendwelche Zusatz Optionen noch kann man mit ihr das verwendete filesystem z.b: ext3 anzeigen lassen.
Wer also lieber (so wie ich) ein vollwertiges blkid auf der Box haben möchte kann dieses sehr leicht
bis zu PLI-2.1 über;
Menü -> Einstellungen -> Softwareverwaltung -> Erweiterte Optionen -> Paketverwaltung
ab PLI-3.0 über;
Menü -> Plugins -> Softwareverwaltung -> Erweiterte Optionen -> Paketverwaltung
nachinstallieren -> bis zu PLI-2.1 nannte sich das Paket util-linux-ng-blkid ab PLI-3.0 nennt es sich util-linux-blkid.
Das Paket util-linux-ng-blkid bzw. util-linux-blkid kann auch wie folgt per telnet installiert werden !
Mittels telnet am ET9x00 einloggen
User = root
Passwort = leer lassen
(also einfach die Enter Taste drücken)
ausser man hat schon mal ein Passwort vergeben.
Dann für bis zu PLI-2.1 folgende Befehle eintippen;


opkg update
opkg install util-linux-ng-blkid
Ab PLI-3.0 tippt man stattdessen folgende Befehle ein;


opkg update
opkg install util-linux-blkid
Nun sollte das Paket util-linux-ng-blkid bzw. util-linux-blkid und damit auch das vollwertige blkid installiert sein.


Nur bei Bedarf -> Installation der richtigen ext2 und/oder ext3 Module !

Warum wieder nur bei Bedarf ?
Seit irgendwann im Jänner 2012 wurden im PLI Image die Module ext2 und ext3 entfernt -> und somit werden ext2 und auch ext3 gemountete Platten aber
mit dem ext4 Modul gemountet. In diesem Zusammenhang aber gab es lange ein Problem mit sogenannten Freezern in den Aufnahmen wenn man ext4
als filesystem verwendete oder auch nur das ext4 Modul verwendete um ext2 und ext3 gemountete Platten zu betreiben. Um solche eventuelle
Probleme zu umgehen (die könnten mittlerweile aber auch bereits gefixt worden sein) kann man sich die ext2 und/oder ext3 Module wie folgt nachinstallieren;
Entweder wieder über;
Menü -> Einstellungen -> Softwareverwaltung -> Erweiterte Optionen -> Paketverwaltung
die Pakete nennen sich kernel-module-ext2 und kernel-module-ext3
oder man installiert sie sich wie oben für das Paket util-linux-ng-blkid gezeigt
mittels telnet und den Befehlen;
opkg update
opkg install kernel-module-ext2
opkg install kernel-module-ext3
So kann man dann seine Platte z.b: so wie folgt in die /etc/fstab eintragen;
UUID=2dbeaec8-1186-4454-97ca-ae17fc236d14e   /media/hdd   ext3   rw,data=ordered   0  0
Man beachte dabei das ext3 in der Zeile -> denn damit wird auch wirklich das ext3 Modul verwendet
(das geht aber auch nur dann wenn das entsprechende Modul in diesem Beispiel also das Paket kernel-module-ext3 installiert wurde).
Würde man seine ext3 gemountete Platte hingegen mit dem ext4 Modul betreiben müsste die Zeile stattdessen so aussehen;
UUID=2dbeaec8-1186-4454-97ca-ae17fc236d14e   /media/hdd   auto   rw,data=ordered   0  0

Ermitteln der UUID zur Platte

Falls man das noch nicht ist -> dann jetzt per telnet zum ET9x00 verbinden

User = root
Passwort = leer lassen
(also einfach die Enter Taste drücken)
ausser man hat schon mal ein Passwort vergeben.

Nun folgenden Befehl eintippen;

 blkid

Man bekommt dann eine Ausgabe in etwa der folgenden;

 /dev/ubi0_0: UUID="123b87-5cc1-4407-9fd3-1753849a118" TYPE="ubifs"
 /dev/sda1: UUID="2dbeaec8-1186-4454-97ca-ae17fc236d14e" TYPE="ext3"
 /dev/sdc1: LABEL="My Book" UUID="A318-9DCA" TYPE="vfat"
 /dev/sdb1: LABEL="VERBATIM" UUID="601E-2189" TYPE="vfat"
Davon sollte der Eintrag zu /dev/sda1 dann die Platte darstellen und genau die UUID davon ist in die fstab einzutragen.
Die fstab findet man in /etc/, am besten man kopiert sie sich per FTP auf den PC und editiert sie dann dort mit einem
Linux tauglichen Editor (Notepad++ würd ich empfehlen). Wenn die fstab fertig editiert ist, kopiert man sie wieder auf den ET9x00
nach /etc/ zurück und macht einen kompletten Neustart des ET9x00.
Gegebenenfalls ist vor dem Neustart eventuell auch noch der Mountpoint manuell zu erstellen
(also das Verzeichnis /media/hdd) -> dies kann man einfach per FTP tun oder auch per telnet mit dem Befehl;
 mkdir -p /media/hdd

Eintragung der UUID in die /etc/fstab

Meinem Beispiel folgend sollte das dann so wie folgt in der fstab aussehen;

 UUID=2dbeaec8-1186-4454-97ca-ae17fc236d14e   /media/hdd   ext3   rw,data=ordered   0  0

Sollte es Probleme geben dann mit Anführungszeichen eintragen -> also so;

 UUID="2dbeaec8-1186-4454-97ca-ae17fc236d14e"   /media/hdd   ext3   rw,data=ordered   0  0

Wenn die Platte in ext4 formatiert ist, dann muss halt das ext3 davon zu ext4 oder auto geändert werden.


Nachwort

Es stand hier mal die Frage im Raum ob denn eine angepasste fstab bei einem Online Update auf die Default Werte
zurück gestellt wird -> ich kann das wie folgt beantworten:
Meiner Erfahrung nach übersteht die fstab ein Online Update (wird also nicht auf Default Werte zurückgestellt).
Man sollte sich die angepasste fstab dennoch sicherheitshalber irgendwo extra hin (z.b: am PC) sichern, denn wenn man einmal
neu flasht oder ähnliches vor hat, ist sie natürlich weg.
Aber wenn man die fstab vorher irgendwo hin gesichert hat, ist es ein leichtes, sie wieder einzuspielen.
Weiters gilt -> man kann ebenso andere Medien wie z.b: Usb-Sticks per UUID Eintrag in der /etc/fstab mounten.

--Biki3 20:33, 2. Mär. 2012 (CET)